Wiederfunde

Hier eine Auflistung der am 04.06.2019 im Tierpark Nordhorn beringten Störche mit den entsprechenden Ringnummern und den Orten, an denen sie gesichtet wurden.

 

Diese Ablesungen geben Aufschluss über die Wanderbewegungen der Störche.

 

Ringnummer DEW 2V246: Wiederfund am 26.04.2020 in Zuna, / Overijssel, NL

Ringnummer DEW 2V246: Wiederfund am 22.07.2020 in Tilligte, Ottershagen, NL

Ringnummer DEW 2V245: Wiederfund am 03.01.2020 in Region Madrid / Spanien

Ringnummer DEW 2V236: Wiederfund am 16.07.2020 in Husum, Bolsehle, D

Ringnummer DEW 2V239: Wiederfund am 16.06.2020 in Blijham, NL


Das Storchenjahr 2020 geht zu Ende

Leider geht das Jahr 2020 für unsere Weißstörche in der Grafschaft Bentheim nicht so gut zu Ende wie in den letzten Jahren.

Der durch die Trockenheit bedingte Futtermangel im Frühjahr hat zu großen Verlusten geführt. Auch später war die Futtersituation nicht optimal. So hatten wir in diesem Jahr viel weniger Störche als im Jahr 2019. Die durchschnittliche Zahl der Jungstörche je Paar lag bei 1,87. Für einen stabilen Bestand müsste er über 2 liegen. Siehe auch unter Bestandszahlen.


Beringung

Heute war es soweit und wir konnten in der Grafschaft Bentheim 16 Weißstörche beringen. 14 im Tierpark und 2 in Westenberg.

Die Aktion im Tierpark wurde wie im letzten Jahr von der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt. 

In der Storcheneiche mit ihren 15 Nestern war sehr viel Fingerspitzengefühl erforderlich, um den Ausleger so zu platzieren, das man an die Nester herankommt.

Für Willi-Walter, der Tage zuvor aus einem Nest gestoßen wurde, war es ein Glückstag. Er wurde in das Nest am Vechtehof zu den dort vorhandenen 3 Küken gesetzt. Die Altstörche haben ihn sofort akzeptiert und ziehen ihn jetzt mit seinen 3 Stiefgeschwistern auf. 

Normalerweise nimmt man die Jungstörche für die Beringung nicht aus dem Nest. Bei dem Nest am Vechtehof haben wir aber die Gelegenheit genutzt und Zootierärztin Heike Weber hat die Jungstörche auf ihren Gesundheitszustand untersucht. Alle Störche waren in einem guten Zustand.


Futtermangel?

Zurzeit beobachten wir vermehrt, das Jungstörche von ihren Eltern aus dem Nest geworfen werden. Dies ist ein ganz normaler Vorgang, wenn das Futter knapp wird. Die Altstörche sichern so das Überleben einiger weniger Störche. Ohne dieses Verhalten würden alle Jungstörche verhungern. 

Die Bilder oben zeigen einen Jungstorch, der den Absturz aus einem Nest im Tierpark überlebt hat und jetzt in der Auffangstation aufgepäppelt wird. Später soll er in ein Nest, bei dem die Altstörche gefüttert werden, wieder eingesetzt werden. Wir hoffen, das die Altstörche den kleinen in ihre Familie aufnehmen.


Neue Nester außerhalb des Tierpark

Nicht nur im Tierpark fühlen sich die Störche wohl. In der Grafschaft gibt es jetzt 13 Brutpaare außerhalb des Tierparks. Die Bilder oben zeigen ein Nest in Westenberg.

Trotz der guten Entwicklung in der Grafschaft haben wir in Niedersachsen erst ca. 1/4 des Weißstorchbestandes, den wir Anfang des 20. Jahrhundert hatten.